Ärztliche Versorgung in der Nacht

Was nächtens unter der Woche in dringenden Fällen zu tun ist.

In unserem Arztsprengel gibt es sechs Kassenärzte für Allgemeinmedizin. Im Rahmen des Vertrages mit der Gebietskrankenkasse sind diese Ärzte zu einem Bereitschaftsdienst für Notfälle an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr verpflichtet. Die meisten dieser Ärzte beginnen ihre Bereitschaft auf freiwilliger Basis bereits am Freitag um 19 Uhr. Ebenfalls keine Verpflichtung besteht für Nachtdienste Montag bis Freitag!

Welche Regeln gelten in den Nächten unter der Woche?
Es besteht ein System für die nächtliche Versorgung, das jedoch auf Freiwilligkeit beruht. Unsere Gemeinde ist eine der wenigen, in der dieses System auch tatsächlich angeboten wird. Vier der sechs Ärzte beteiligen sich an diesem System. Damit ist die Versorgung auch in der Nacht meist gesichert.

Wie erfährt man, welcher Arzt Bereitschaft hat?
Bekanntlich gibt es für die Wochenenden klare Dienstpläne, die mit dieser Zeitung oder auch von der Gemeinde veröffentlicht werden. Unter der Woche gibt es hingegen keine öffentlich einsichtigen Pläne, da ab und zu aufgrund privater Verpflichtungen Dienste unter den Ärzten auch kurzfristig getauscht werden oder in seltenen Fällen entfallen. Der tagesaktuelle Dienstplan ist daher nur für die Ärzte selbst und für das Rote Kreuz einsichtig.
Um im Bedarfsfall zu erfahren welcher Arzt in der Nacht Dienst hat, ist die Telefonnummer 03124 141 zu wählen. Die Vorwahl 03124 ist wichtig, damit Ihr Anruf regional richtig zugeordnet werden kann. Sie werden mit einem Mitarbeiter des Roten Kreuz verbunden, der Ihnen die passende Auskunft gibt.
Da hier immer ein ausgebildeter Sanitäter als Gesprächspartner zur Verfügung steht, ist auch immer mit einer kompetenten Auskuft zu rechnen. Sollte ausnahmsweise kein Arzt Dienst haben, werden Sie informiert, an welches Krankenhaus Sie sich notfalls wenden können.
Prinzipiell ist zu sagen, dass die nächtliche Notfallversorgung in den Städten einfacher ist als am Land, da hier immer ein eigener Ärztenotdienst bereit steht. In ländlichen Regionen muss man wohl oder übel akzeptieren, dass ein derartiges System nicht finanzierbar ist.

Wichtig: die gut ausgestattete Hausapotheke
In der Nacht sind die Möglichkeiten der Ärzte ohne vollen Ordinationsbetrieb beschränkt. Häufig geht es um telefonische Beratung, ob zur Abklärung ein Krankenhaus aufgesucht werden muss oder nicht und um Empfehlungen für die Medikamenteneinnahme. Daher ist die richtige Bestückung der eigenen Hausapotheke sehr wichtig. Folgendes sollten Sie immer im Haus haben:

  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel, die nicht blutverdünnend wirken – im Idealfall sollten zwei verschiedene Wirkstoffe verfügbar sein.
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel für Kinder
  • etwas gegen Übelkeit bzw. Erbrechen
  • Krampflösendes, etwa bei Koliken
  • Antihistaminikum gegen allergische Reaktionen
  • Desinfektion als Spray und Gel
  • Heftpflaster in verschiedenen Größen
  • etwas Entzündungshemmendes und Schmerzlinerndes als Gel bei PrellungenMit dieser Zusammenstellung und der telefonsichen Beratung durch einen Arzt kann sehr häufig weitergeholfen werden – zumindest bis die Ordinationen am nächsten Tag wieder geöffnet sind. Die Auswahl der Medikamente können Sie jederzeit mit Ihrem Arzt oder einer Apotheke besprechen.