Eisenmangel: unterschätzte Gefahr

Dr.  Andrea Braunendal über Symptome, Ursachen und Therapien von Eisenmangel

Eisenmangel ist eine der verbreitetsten und zu gleich unterschätztesten Mangelerscheinungen in Mitteleuropa. Am stärksten sind Frauen betroffen, durchschnittlich leidet jede 5. Frau unter Eisenmangel.
Eisen ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper nicht selbst produzieren kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Wichtig ist Eisen unter anderem für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und damit für den Sauerstofftransport. Zusätzlich ist Eisen Bestandteil der Kraftwerke in den Zellen und von Enzymen.

Symptome des Eisenmangels
Zu den gängigsten Erscheinungsbildern des Eisenmangels zählen die folgenden:

Symptome des zentralen Nervensystems:
Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung
Konzentrationsstörungen
Schlafstörungen
Kopfschmerzen
Gedrückte Stimmungslage
Symptome von Haut und Haaren:
Haarausfall, stumpfes Haar, brüchige Fingernägel
Eingerissene Mundwinkel („Mundecken“)
Allgemeine Symptome:
Höhere Infektanfälligkeit
Kälteempfindlichkeit
Reduzierte Ausdauerleistung
Unerklärlicher Leistungsknick
Kurzatmigkeit, rasche Ermüdung bei Anstrengung

Außerdem gibt es Hinweise, dass Eisenmangel in Zusammenhang gebracht werden kann mit:

Syndrom der unruhigen Beine – das „Restless Legs Syndrome“
Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität bei Kindern und Jugendlichen
Wochenbettdepression bei Frauen kurz nach der Geburt

Ist der Eisenmangel schon so weit fortgeschritten, dass er zu einer Anämie (Blutarmut) führt, können sich noch weitere Symptome einstellen:
Herzklopfen
Atemnot schon bei leichter Anstrengung
Blasse Haut und Schleimhäute

Diagnose von Eisenmangel
Da die ersten Sympome wie Müdigkeit oder Kopf-schmerzen doch recht allgemeiner Natur sind, ist auch für den Arzt die Diagnose auf Basis des klinischen Erscheinungsbildes nicht ganz einfach. Andererseits liefert schon ein einfacher Bluttest eindeutige Ergebnisse: Die aussagekräftigen Parameter liefert das Eisen-Blutbild. Sind die entsprechenden Werte zu niedrig, liegt ein Eisenmangel vor, der behoben werden muss.

Behandlung von Eisenmangel
Im Regelfall besteht der erste Schritt darin, den Körper wieder ausreichend mit Eisen zu versorgen und die Eisenspeicher aufzufüllen. Dies geschieht mit eisenhältigen Tabletten, Kapseln, Säften oder Infusionen. Wie gut die Wirkung der Therapie ist, lässt sich durch einen wiederholten Bluttest nach ca. 8 Wochen feststellen. Denn dann ist ablesbar, ob nicht nur genug Eisen im Blut ist, sondern auch, ob die Eisenspeicher wieder gefüllt sind.

Ursachen von Eisenmangel
Im zweiten Schritt ist es wichtig die Ursachen für den chronischen Eisenmangel zu finden. Die erste Möglichkeit ist, dass der Körper einen erhöhten Bedarf an Eisen hat.
Dies ist in folgenden Situationen gegeben:
Schwangerschaft und Stillzeit: Werdende und stillende Mütter haben einen bis um das sechsfache erhöhten Eisenbedarf.
Wachstum und Entwicklung bei Jugend-lichen: Auch der heranwachsende Körper hat hohe Ansprüche an die Eisenzufuhr. Kommt bei Mädchen dann noch eine starke Menstruation dazu, ist ein Eisen-mangel vorprogrammiert.
Leistungssport: Auch die vermehrte Muskelarbeit und der abgesonderte Schweiß sorgen für einen Mehrbedarf an Eisen.
Ein erhöhter Eisenbedarf ist auch in Situationen gegeben, die mit hohem Blutverlust einhergehen – also bei bestimmten Operationen, regelmäßigem Blutspenden oder bei starker Regelblutung.
Auch Vegetarier und Veganer neigen zu Eisenmangel, wenn sie der Eisenzufuhr in ihrer Ernährung nicht besondere Beachtung schenken.

Ist all dies nicht der Fall muss der Arzt verschiedene Optionen prüfen. Denn es kann auch schwerwiegende Gründe für einen Eisenmangel geben:
chronische Blutungen: Manche Erkrankungen sind mit chronischen Blutungen verbunden. Hierzu zählen vor allem chronische Entzündungen im Magen-Darm-Trakt wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Magen- und Darmgeschwüre und dergleichen. Auch nach Operationen im Magen-Darmtrakt muss augeschlossen werden, dass es keine Nachblutungen gibt.
Verdauungsstörungen wie Zöliakie und andere Un- verträglichkeiten wie Laktoseintoleranz können Eisenmangel hervorrufen.
Magenschutzpräparate können ebenso eine Ursache für Eisenmangel sein.
Eisenmangel kann auch ein Indiz für chronische Erkrankungen sein, die mit chronischen Entzündun-gen einher gehen: Neben den bereits genannten Magen-Darm-Entzündungen sind auch chronische Herzerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen und Krebserkrankungen in Betracht zu ziehen.

Eisen und die richtige Ernährung
Wie hoch der Eisenbedarf des Menschen ist, hängt von Alter, Geschlecht und Entwicklungsphase ab. Bei gesunden Erwachsenen bis 50 Jahren wird empfohlen täglich 10 mg (Männer) bzw. 15 mg (Frauen) aufzunehmen. Bei deutlichem Eisenmangel ist ein Ausgleich nur über die Ernährung nicht möglich, die richtige Auswahl von Lebensmitteln wirkt aber unterstützend.
Dabei wird zwischen zwei Arten von Eisen unterschieden: Häm-Eisen und Nicht-Häm-Eisen.
Häm-Eisen findet sich in rotem Fleisch und Innereien, in Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel. Es wird etwa dreimal besser aufgenommen als pflanzliches Eisen. Beson-ders gute Eisenlieferanten sind Blutwurst oder Leber.
Nicht-Häm-Eisen kommt in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Dieses Eisen kann nicht so gut vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden, außerdem ist Eisen in pflanzlichen Lebensmitteln in der Regel geringer konzentriert. Die Zufuhr sollte also regelmäßiger erfolgen. Dennoch können auch Vegetarier mit einer ausgewogenen Ernährung den täglichen Eisenbedarf decken. Einen relativ hohen Eisengehalt unter pflanzlichen Nahrungsquellen bieten Hülsenfrüchte wie Linsen, Sojabohnen oder Kichererbsen.
Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme aus den genannten Lebensmitteln. Schwarztee, Kaffee, Milchprodukte und Weißmehlprodukte verschlechtern die Eisenaufnahme   und sollten daher 30 bis 60 Minuten vor einer eisenreichen Mahlzeit vermieden werden.

 

Gicht: Ursachen und Behandlung

Dr. Andrea Braunendal über die Ursachen und Therapiemöglichkeiten von Gicht.

Gicht – was ist das eigentlich?
Der medizinische Name der Gicht ist „Hyperurikämie“. Er bedeutet, dass zu viel Harnsäure im Blut ist. Dieser erhöhte Harnsäurespiegel kann lange unbemerkt bleiben, führt aber im Endeffekt zur klassischen Gicht – also zu stark schmerzenden Schwellungen an Gelenken, vorrangig am Grundgelenk der großen Zehe. Auslöser der Gichtanfälle sind Harnsäure-kristalle, die sich am Gelenk ablagern und dort die Schwellungen und Entzündigen verursachen.
Die Harnsäure ist ein Abbauprodukt von Purinen. Diese Purine sind wichtige Grundbausteine unserer Zellen. Sie werden größtenteils vom Körper selbst gebildet, aber auch über die Nahrung aufgenommen.
Einem erhöhten Harnsäurespiegel liegt in 90% der Fälle eine genetische Stoffwechselstörung zugrunde. Diese führt dazu, dass der Körper zuviel Purin und damit zu viel Harnsäure produziert bzw. die Niere die überschüssige Harnsäure zu wenig ausscheidet. Die Gicht als schmerzhafte Folgeerkrankung ist dabei letztlich weniger gefährlich als die langfristige Schädigung der Nieren.
Männer sind von Gicht wesentlich häufiger betroffen als Frauen. 80% der Gichtpatienten sind Männer. Bei ihnen bricht die Erkrankung meist zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr aus. Frauen erkranken wenn überhaupt meist erst nach den Wechseljahren an Gicht.

Wie gefährlich ist Gicht?
Gicht ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sie erhöht auch das Risiko für andere lebensbedrohende Erkrankungen. So tritt eine Herzinsuffizienz bei Gichtpatienten 25x häufiger auf, Myokardinfarkte 7x häufiger, Schlaganfälle 3x häufiger.

Welche Rolle spielt die Ernährung?
Wie schon erwähnt ist ein erhöhter Harnsäurespiegel zu 90% genetisch bedingt, die Ernährung ist also nur selten die wahre Ursache von Gichtanfällen. Wenn aber der Körper schon selbst zu viele Purine produziert oder die Niere zu wenig Harnsäure abbaut, dann ist purinreiche Kost natürlich das sprichwörtliche „Tüpfelchen auf dem i“. Mit der Reduzierung von purinreicher Kost kann man also Gichtanfälle vermeiden, allerdings reicht die Umstellung der Ernährung nicht aus, um den Harnsäurespiegel auf ein gesundes Maß zu senken – dazu etwas weiter unten.

Purine sind in allen Lebensmitteln vertreten, wirken sich aber je nach Herkunft unterschiedlich aus:
– Purine aus tierischen Lebensmitteln (Fleisch- und Wurstwaren) erhöhen die Harnsäurekonzentration.
– Pflanzliche Purine beeinflussen diesen Spiegel nicht.
– Purine aus Milchprodukten verringern das Risiko einer Gichterkrankung.

Nicht nur Speisen, auch Getränke wirken sich aus:
Besonders negativ wirkt sich Bier aus, wobei Weißbiere und alkoholfreie Biere die Harnsäurekonzentration besonders stark einsteigen lassen.
Auch Fructose steigert die Harnsäurekonzentration dramatisch – sie ist in Süßgetränken enthalten.
Wein wirkt sich nur gering negativ aus.
Positive Wirkung hat hingegen Kaffee. Lange bei Gicht verteufelt, zeigen neueste Studien, dass Kaffee in Maßen bei Gicht sogar positiv zu bewerten ist.
Wer unter Gicht leidet, sollte also auf Fleisch, Bier und Fruchtsäfte verzichten. Allerdings kann dieser Verzicht die medikamentöse Behandlung keinesfalls ersetzen.
Nicht nur einzelne Nahrungsmittel, auch ganz generell Übergewicht erhöht statistisch das Gichtrisiko. Wichtig ist es allerdings, das überschüssige Gewicht langsam abzubauen, dabei beim schnellen Abnehmen zu viele Purine in kurzer Zeit freigesetzt werden. Mit dem Abbau von Übergewicht senkt man übrigens auch das Risiko für Diabetes und Bluthochdruck.

Die Behandlung von Gicht und erhöhter Harnsäure
Bei einem akuten Gichtanfall erfolgt umgehend eine behandlung mit stark entzündungshemmenden Medi-kamenten. Rund 14 Tage und dann je nach der Höhe der Werte nötigenfalls eine Therapie einzuleiten. Entscheidend ist es, den Harnsäurespiegel auf 6,0 mg/dl Blutserum zu senken. Dies ist auch dann notwendig, wenn keine Gichtanfälle mehr auftreten, um einer Schädigung der Nieren zu vermeiden.
Die Harnsäure wird auch im Rahmen der Gesunden-untersuchung bestimmt. Auch hier gilt: Liegt der Wert über 6,0, sollte er den Nieren zuliebe medikamentös gesenkt werden. Dies ist auch dann erforderlich, wenn noch keine Gicht aufgetreten ist.
Da es sich bei Gicht bzw. erhöhter Harnsäure im Regelfall um eine genetisch bedingte Funktionsstörung des Stoffwechsels handelt, müssen die vom Hausarzt verschriebenen Medikamente dauerhaft eingenommen werden, um den Harnsäurespiegel dort zu halten, wo er sein soll. Man darf also die Medikamente nicht einfach absetzen, wenn keine Gichtanfälle mehr auftreten bzw. wenn der Harnsäurewert erfolgreich auf das gewünschte Niveau gesenkt wurde.

Ärztliche Versorgung in der Nacht

Was nächtens unter der Woche in dringenden Fällen zu tun ist.

In unserem Arztsprengel gibt es sechs Kassenärzte für Allgemeinmedizin. Im Rahmen des Vertrages mit der Gebietskrankenkasse sind diese Ärzte zu einem Bereitschaftsdienst für Notfälle an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr verpflichtet. Die meisten dieser Ärzte beginnen ihre Bereitschaft auf freiwilliger Basis bereits am Freitag um 19 Uhr. Ebenfalls keine Verpflichtung besteht für Nachtdienste Montag bis Freitag!

Welche Regeln gelten in den Nächten unter der Woche?
Es besteht ein System für die nächtliche Versorgung, das jedoch auf Freiwilligkeit beruht. Unsere Gemeinde ist eine der wenigen, in der dieses System auch tatsächlich angeboten wird. Vier der sechs Ärzte beteiligen sich an diesem System. Damit ist die Versorgung auch in der Nacht meist gesichert.

Wie erfährt man, welcher Arzt Bereitschaft hat?
Bekanntlich gibt es für die Wochenenden klare Dienstpläne, die mit dieser Zeitung oder auch von der Gemeinde veröffentlicht werden. Unter der Woche gibt es hingegen keine öffentlich einsichtigen Pläne, da ab und zu aufgrund privater Verpflichtungen Dienste unter den Ärzten auch kurzfristig getauscht werden oder in seltenen Fällen entfallen. Der tagesaktuelle Dienstplan ist daher nur für die Ärzte selbst und für das Rote Kreuz einsichtig.
Um im Bedarfsfall zu erfahren welcher Arzt in der Nacht Dienst hat, ist die Telefonnummer 03124 141 zu wählen. Die Vorwahl 03124 ist wichtig, damit Ihr Anruf regional richtig zugeordnet werden kann. Sie werden mit einem Mitarbeiter des Roten Kreuz verbunden, der Ihnen die passende Auskunft gibt.
Da hier immer ein ausgebildeter Sanitäter als Gesprächspartner zur Verfügung steht, ist auch immer mit einer kompetenten Auskuft zu rechnen. Sollte ausnahmsweise kein Arzt Dienst haben, werden Sie informiert, an welches Krankenhaus Sie sich notfalls wenden können.
Prinzipiell ist zu sagen, dass die nächtliche Notfallversorgung in den Städten einfacher ist als am Land, da hier immer ein eigener Ärztenotdienst bereit steht. In ländlichen Regionen muss man wohl oder übel akzeptieren, dass ein derartiges System nicht finanzierbar ist.

Wichtig: die gut ausgestattete Hausapotheke
In der Nacht sind die Möglichkeiten der Ärzte ohne vollen Ordinationsbetrieb beschränkt. Häufig geht es um telefonische Beratung, ob zur Abklärung ein Krankenhaus aufgesucht werden muss oder nicht und um Empfehlungen für die Medikamenteneinnahme. Daher ist die richtige Bestückung der eigenen Hausapotheke sehr wichtig. Folgendes sollten Sie immer im Haus haben:

  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel, die nicht blutverdünnend wirken – im Idealfall sollten zwei verschiedene Wirkstoffe verfügbar sein.
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel für Kinder
  • etwas gegen Übelkeit bzw. Erbrechen
  • Krampflösendes, etwa bei Koliken
  • Antihistaminikum gegen allergische Reaktionen
  • Desinfektion als Spray und Gel
  • Heftpflaster in verschiedenen Größen
  • etwas Entzündungshemmendes und Schmerzlinerndes als Gel bei PrellungenMit dieser Zusammenstellung und der telefonsichen Beratung durch einen Arzt kann sehr häufig weitergeholfen werden – zumindest bis die Ordinationen am nächsten Tag wieder geöffnet sind. Die Auswahl der Medikamente können Sie jederzeit mit Ihrem Arzt oder einer Apotheke besprechen.

NIERE SCHÜTZEN

Dr.  Björn Zeder über das neue, steiermarkweite Projekt zum Schutz der Niere.

Meine Nieren schützen?
Ab Jänner 2016 gibt es bei uns in der Steiermark ein neues Projekt:

„ NIERE.SCHÜTZEN“

Der Hintergrund dieses Projektes ist die Tatsache, dass die Nieren-schwäche immer häufiger wird. Jeder zwanzigste Österreicher leidet bereits unter einer bedeutsamen Nierenschädigung.

Was die Niere leistet
Ihre Nieren reinigen das Blut und regulieren den Flüssig-keitshaushalt. Sie sorgen dafür, dass ein großer Teil der Stoffwechselabfälle entsorgt wird. Zudem sind sie an der Bildung von Vitamin D beteiligt und schütten das Blutbildungshormon Erythropoetin sowie das Hormon Renin aus, das Ihren Blutdruck harmonisiert.

Ursachen der Nierenschädigung
Diese Nierenschädigungen haben ihre Hauptursache in den immer häufiger auftretenden Primärerkrankungen Diabetes (Zuckerkrankheit) und Bluthochdruck.
Schädigungen der Niere werden auch „stille Töter“ genannt, da sie sich über lange Zeit beschwerdefrei entwickeln. Wenn Symptome auftreten, ist die Erkrankung meist soweit fortgeschritten, dass eine Hemmung der weiteren  Verschlechterung kaum mehr möglich ist. Am Ende kann sogar eine Blutwäsche (Dialyse) notwendig sein.

Risikofaktoren
Die Hauptrisikofaktoren kann man durch Veränderungen  des Lebensstils positiv beeinflussen – etwa Übergewicht durch Bewegung und Veränderung der Ernährungs-gewohnheiten redezieren. Auch die Einnahme von Medikamenten kann „auf die Nieren gehen“ – vor allem bei Schmerzmitteln sollte man hier Vorsicht walten lassen. Seltenere Ursachen sind angeborene oder erworbene Nierenerkrankungen. Die Nierenfunktionsschwäche selbst ist wiederum ein Risikofaktor für eine Verkalkung der Blutgefäße, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann.

Das neue Vorsorgeprojekt ab 2016
Das neue Vorsorgeprojekt in der Steiermark richtet sich an 45- bis 60-Jährige:
Sind der Blutdruck oder das Körpergewicht hoch, liegt Diabetes vor oder eine Nierenerkrankung in der Familie, sollte der Hausarzt mit einer regelmäßigen Kontrolle der Nierenfunktion beginnen: Blut und Harn werden im Labor untersucht. Dann gibt es entweder Entwarnung oder Handlungsbedarf – und  zwar sofern die Leistung der Nieren auf unter 60% (also auf etwa der Hälfte) des Normalwertes abgefallen ist oder Eiweiß im Harn nachweisbar ist. Eine gut arbeitende Niere lässt kein Eiweiß aus dem Blut in den Harn passieren.
Jetzt heißt es den Blutdruck zu optimieren und wenn erforderlich das Cholesterin zu senken. Dies erreicht man wiederum durch die Veränderung des Lebensstils und möglicherweise auch durch Medikamente.

Die Symptome einer Nierenschwäche
Symptome einer Nierenschwäche treten erst sehr spät auf und sind auch bei vielen anderen Erkrankungen möglich:
Leistungsabfall, Juckreiz, Beinschwellungen, Übelkeit, Erbrechen und Störung der Gehirnfunktion.
Sind die Nieren stark geschädigt, muss rechtzeitig über eine Nierenersatzbehandlung aufgeklärt werden. Manchmal ist sogar eine Nierentransplantation oder eine regelmäßige Blutwäsche unumgänglich.

Wie kann ich selbst meine Nieren schützen?
Um die Niere konsequent zu schützen, sollte man die folgenden acht goldenen Regeln der Nierengesundheit beherzigen:

Regel 1: Körperlich fit und aktiv  bleiben

Regel 2: Regelmäßig Blutzucker kontrollieren

Regel 3: Blutdruck messen

Regel 4: Gesund essen und Gewicht unter Kontrolle halten

Regel 5: Gesunde Trinkmengen von 1,5 bis zwei Liter täglich

Regel 6: Rauchen aufhören

Regel 7: Vorsicht bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme (v.a. Schmerzmittel)

Regel 8: Das Überprüfen der Nierenfunktion ist notwendig, wenn einer oder mehrere der folgenden Risikofaktoren bestehen: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, Nervenschwäche in der Familie

Übrigens: Seit Jänner 2016 ist das Programm NIERE.SCHÜTZEN eine Kassenleistung.
Gehen Sie regelmäßig zur VORSORGEUNTERSUCHUNG. Dann wird dieses Programm gleich mitgemacht!

 

So wichtig ist die Impfung gegen Masern

In den letzten Wochen gab es einzelne Fälle einer Erkrankung, die dank Impfungen so gut wie verschwunden war: die Masern.
Ursache ist hautpsächlich, dass die Menschen, weil es in den letzten Jahren nur noch sehr wenige Masernfälle gegeben hat, nachlässiger mit dem Impfen geworden sind und aus Mangel an Erfahrung mit den Krankheiten dem Impfen selbst skeptischer gegenüber stehen. Als verantwortungsvolle Ärztin kann ich auf Basis unzweifelhafter wissenschaftlicher Erkenntnisse und eigener Erfahrung nur dringend zur Masernimpfung raten und daran apellieren, pseudowissenchaftlichen Argumenten und Verschwörungstheorien von Impf-gegnern keinen Glauben zu schenken. Wenn Sie verunsichert sind,  stehen wir Ihnen für ein aufklärendes Gespräch gerne zur Verfügung!

Was sind die Masern?
Masern sind eine besonders ansteckende Viruserkrankung. Das heißt, so gut wie jeder nicht geimpfte Mensch bekommt Masern, wenn er Kontakt zu einem Erkrankten hat. Die Masernviren werden durch kleinste Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Wenn sich jemand angesteckt hat, bricht die Krankheit so gut wie immer aus. Von einer Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit  vergehen 10 bis 12 Tage. Nach dem Kontakt mit einem Masern-erkrankten kann man noch 3 Tage lang geimpft werden. Typisch für Masern ist ein Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen Flecken am ganzen Körper. Schon vorher treten als erste Beschwerden Fieber, Hu- sten, Schnupfen und Bindehautentzündungen der Augen auf. Mit dem Hautausschlag wird das Fieber oft noch einmal heftiger. Nach einer Masernerkrankung besteht eine lebenslange Immunität: Man kann sich danach nicht mehr anstecken.

Masern kann man nicht behandeln
Eine gezielte Behandlung gegen Masern gibt es nicht. Nur die Krankheitszeichen können bekämpft werden, etwa das Fieber durch fiebersenkende Medikamente. Normalerweise klingt die Erkrankung von selbst wieder ab. Kommt es aber zu einer Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung, benötigen die Erkrankten in der Regel Antibiotika.

Mögliche Folgen der Masern
In den meisten Fällen sind die Betroffenen nach ein paar Wochen wieder gesund. Masern können jedoch auch ernste Begleiterkran-kungen hervorrufen:
Von hundert Erkrankten bekom- men etwa fünf eine Mittelohrent-zündung.
Ungefähr einer von hundert Masernkranken entwickelt eine Lungenentzündung.
Bei einem bis fünf von 5.000 Fällen tritt eine Gehirnentzündung auf. Von den Menschen, die an einer Masern-Gehirnentzündung erkranken, stirbt etwa jeder Zehnte bis Zwanzigste. Bei etwa jedem Dritten bis Fünften bleiben Gehirnschäden zurück.
In sehr seltenen Fällen – etwa einem bis zehn von 10.000 bis 100.000 – kann es noch Jahre nach einer Erkrankung zu einer besonderen Form einer immer tödlich verlaufenden Gehirnentzündung kommen.
Schätzungen zufolge versterben von 1.000 Erkrankten etwa ein bis drei an Masern und deren Folgen. Kinder unter fünf Jahren und Erwachsene entwickeln häufiger schwere Komplikationen.

Die Risiken einer Masernimpfung
Am häufigsten treten an der Ein-stichstelle Hautrötungen auf, die warm und dick werden und leicht brennen – auch im Vergleich zu einer komplikationsfreien Masernerkran-kung eine harmlose Nebenwirkung. Schwere Nebenwirkungen sind so selten,   dass sie in Anbetracht der Häufigkeit von Komplikationen bis hin zu Todesfällen bei den Masern selbst kein Grund sein sollten, sich nicht impfen zu lassen.  Seit 1998 wurden in Österreich rund drei Millionen Impfdosen verabreicht, dabei kam es zu keinem einzigen bleibenden Impfschaden. Die Gegenüberstellung der Impfrisiken mit den Risiken der Erkrankung zeigt deutlich, warum man weltweit bestrebt ist, die Masern los zu werden. Immerhin sterben weltweit noch immer 17 Kinder pro Stunde an dieser Erkrankung. Dank der internationalen Impfprogramme ist die Zahl der Maserntoten in den Jahren von 2000 bis 2013 weltweit von 544.200 auf 145.700 gesunken.

Impfen als Schutz für die Gesellschaft
Aufgrund dieser hohen Ansteckungs-gefahr müssen 95% der Bevölkerung geimpft sein, damit auch die restlichen 5% gut geschützt sind. Diese 5% sollten nur noch kleine Kinder und Schwangere sein, die nicht geimpft werden können. Daher sollten aktuell insbesondere Eltern und junge Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder im Gesundheitsdienst beschäftigt sind, ihren Impfstatus überprüfen.

Die Masernimpfung erfolgt in zwei Schritten:
Die erste Impfung wird für alle Kin-der zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat empfohlen, also rund um den ersten Geburtstag.
Vier bis sechs Wochen nach der ersten wird die zweite Impfung gegeben, in der Regel also noch vor dem zweiten Geburtstag. Eine frühzeitige Impfung ist wichtig, ein längerer Abstand oder eine spätere Impfung sind aber auch möglich.

Kostenlose Impfungen – so funktioniert‘s!

In Österreich werden FÜR KINDER folgende Impfungen kostenlos angeboten:
Rotavirus, Diphterie, Tetanus (Wund- starrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Kinderlähmung, Haemophilus influenza Typ B, Hepatitis B, Pneumokokken, Mumps, Masern, Röteln, Meningokokken und Humane Papillomaviren (HPV).
Für diese Impfungen bekommen Eltern entweder direkt nach der Geburt oder bei der KinderärztIn ein Impfscheckheft. Die Impfungen sind kostenlos. Es ist auch keine Rezeptgebühr für den Impfstoff zu zahlen.
Die Impfärztin/der Impfarzt füllt den Rezeptabschnitt für die jeweilige Impfung aus und stempelt ihn ab. Gegen Vorlage dieses Rezeptabschnittes erhalten Sie den Impfstoff kostenlos in der Apotheke. Der Rezeptabschnitt und der Anforderungsschein bleiben in der Apotheke.

Impfscheckheft verloren?
Ein Ersatz-Scheckheft kann entweder von Ihrem Arzt ausgestellt werden (Impfpass mitbringen) oder Sie rufen bei der Wissenschaftlichen Akademie für Vorsorgemedizin an (Tel. 0316 82 97 27) und lassen sich ein Ersatz-Scheckheft  zusenden.

Gratis Masernimpfung für Erwachsene
Seit Mitte 2014 steht die Masernimpfung auch für Erwachsene jeden Alters gratis zur Verfügung. Den Gutschein für den Impfstoff erhalten Sie bei uns in der Ordination!

Hitze, Sonne, Baby: sicher durch den Sommer

Dr. Sirkka-Liisa Zeder, Fachärztin für Kinderheilkunde in unserem Ärztezentrum, erklärt, wie man Babys und Kleinkinder wirksam vor zuviel Hitze und Sonne schützt.

Der Sommer ist schön: Man genießt die Wärme, braucht weniger Kleider, kann im Wasser planschen… Die Sonne wirkt positiv auf die Psyche und fördert die Bildung von Vitamin D in der Haut.
Aber Hitze und Sonne können auch gefährlich sein. Babys können ihre Temperatur noch nicht selbstständig regulieren. Eine Überhitzung der Säuglinge kann zu hohem Fieber, Erbrechen, Müdigkeit bzw. Ruhelosigkeit führen. Therapie ist die Temperatursenkung: weg aus der Hitze, kühle Umschläge – besonders am Kopf, (kühle) Getränke. Wenn der Zustand des Kindes sich nicht schnell verbessert, muss man zum Arzt oder ins Krankenhaus.

Tipps für den Sommer:
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, werden Sie die heißen Tage auch mit Babys und Kleinkindern genießen und mit den Kleinen unbeschwerte Sonnenstunden erleben.

Kleidung: Die Kleidung sollte leicht und luftdurchlässig sein – aus Naturmaterialen wie Baumwolle. Wenn Kinder zu warm angezogen sind, bekommen sie leicht einen Hitzeausschlag mit Pickeln und Juckreiz. Die Hauttemperatur wird am Nacken getestet: Sie sollte angenehm warm aber nicht heiß und feucht sein.

Augen: Ein Hut mit einer breiten Krempe schützt auch die Augen und beugt einem Sonnenstich vor. Gute Sonnenbrillen gibt es auch schon für Klein-kinder!
Babys im Freien: Babys können im Kinderwagen im Garten oder auf dem Balkon schlafen, aber nur im Schatten. Eine luftige Stoffwindel über den Wagen gespannt schützt gegen Mückenstiche und Zeckenbisse.

Sonnenschutz: Säuglinge und Kleinkinder sollen überhaupt nicht in die direkte Sonne, und auch größere Kinder sollten die Mittagssonne meiden. Die Haut der Kinder ist deutlich empfindlicher gegenüber UV-Strahlen als die Haut der Erwachsenen. Sie ist dünn und  hat nur einen schwach ausgeprägten Eigenschutz. Die Produktion des braunen Hautfarbstoffes Melanin („Bräune“) ist noch gering. Erst mit ca. 6 Jahren ist die Haut eines Kindes vergleichbar mit der eines Er- wachsenen. Ein Sonnenbrand ist für Kinder gefährlich, da er die Haut langfristig schädigen kann. Wiederholte Sonnenbrände erhöhen das Risiko eines bösartigen Hautkrebses (Melanom). Wolken bieten keinen vollständigen UV-Schutz, auch eine über den Kinderwagen gespannte dünne Stoffwindel stoppt nicht die gefährlichen UV-Strahlen. Babys brauchen eine gute Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, die Rücksicht auf die Bedürfnisse von Säuglingshaut nimmt. Kinder sollten nie einen Sonnenbrand bekommen!

Mehr Trinken: Gestillte Babys werden öfter gestillt. Daher ist es sehr wichtig, dass  die stillenden Mütter ausreichend trinken. Mit Beikost ernährten Kindern wird immer wieder Wasser zum Trinken angeboten. Man sollte immer eine Wasserflasche mithaben.

Kühlen: Ein feuchter Waschlappen, mit dem die Wangen und der Nacken befeuchtet werden, schafft perfekte Abkühlung, wenn es unterwegs einmal zu heiß wird.

Tragetücher: An heißen Sommertagen kann es für das Baby im Tragetuch unangenehm heiß werden, es wird unruhig und weinerlich. Besser ist im luftigen Kinderwagen herumzufahren. Überhaupt sollte man Aktivitäten im Freien nach Mög-lichkeiten in die Morgen- und Abendstunden verschieben.

im Auto: Im Sommer darf man ein Säugling oder Kleinkind unter gar keinen Umständen, nicht einmal für ein paar Minuten, allein im Auto lassen. Das Auto heizt sich sehr schnell auf und das Kind kann einen Hitzeschock bekommen, der tödlich enden kann.

Bluthochdruck – was ist das eigentlich?

Von Dr. Andrea Braunendal

Unter krankhaftem Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) versteht man die dauerhafte Erhöhung des Blutdrucks, die zu einer Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems führen. Mindestens ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung Österreichs ist an arterieller Hypertonie erkrankt. Bei den über 60-Jährigen ist etwa die Hälfte betroffen. Rund zwei Drittel aller Schlaganfälle und die Hälfte aller Herzinfarkte haben ihre Ursache in zu hohem Blutdruck.

Blutdruck – was ist das eigentlich?
Ausgehend vom Herzen als zentrale Pumpe wird das Blut durch das verzweigte Netz der Arterien und Venen  durch den Körper transportiert. Die Arterien bringen vom Herzen weg sauerstoff- und nährstoffreiches Blut zu den Organen. Von dort fließt es dann über die Venen wieder zum Herz zurück. Um das Blut im ganzen Körper verteilen zu können muss ein bestimmter Druck aufgebaut werden. Pro Minute pumpt das Herz ca. 5 Liter Blut durch die Gefäße. Insgesamt erfolgt die Steuerung durch ein Zusammenspiel von Herz, Niere, Gehirn und Gefäße. So wird dafür gesorgt, dass sich ihr Blutdruck den unterschiedlichen Bedingungen (Sport, Anstrengungen, Schlaf etc.) jederzeit optimal anpasst. Daher ist er keine konstante Größe.
Misst man den Blutdruck, erhält man zwei Werte: Die erste, höhere Zahl ist der systolische Wert in der Phase der Anspannung des Herzmuskels. Die zweite, niedrigere Zahl ist der diastolische Wert. Er entspricht  der Phase der Entspannung des Herzmuskels.
Wann ist der Blutdruck zu hoch?
Von einem zu hohen Blutdruck sprechen wir erst dann, wenn die Werte wiederholt bei 140/90 mmHg oder darüber liegen. Die Betonung liegt dabei auf „wiederholt“, denn um eine arterielle Hypertonie zu diagnostizieren, genügt es nicht, den Blutdruck nur einmal zu bestimmen. Dazu müssen mehrere Messungen durchgeführt werden, am besten zu unterschiedlichen Tageszeiten oder idealerweise sollte ein 24h-Blutdruckmessung erfolgen.
Um einen Bluthochdruck zu diagnostizieren sollten 30 Selbstmessungen durchgeführt werden. Wenn mehr als sieben Messungen über 135/85 mmHg ergeben, liegt ein Bluthochdruck vor.

Welche Schwellenwerte gelten für meinen Blutdruck?
Grundsätzlich gilt, dass der optimale durchschnittliche Blutdruck eines Erwachsenen bei 120/80 mmHg liegt. Da es uns Ärzten aber immer um das Gesamtrisiko für Schlaganfall und Herzinfarkt geht, ist jeder Patient sehr individuell zu betrachten. Für manche Patienten ist ein leicht erhöhter Blutdruck kein Problem. Bei anderen, auf die auch andere Risikofaktoren wie Diabetes, Über-gewicht, Niereninsuffizienz etc. zutreffen, sollte bereits früher  eine Behandlung in Betracht gezogen werden.

Ursachen von Bluthochdruck
Prinzipiell unterscheiden wir zwischen zwei Formen der Erkrankung: die primäre und die sekundäre Hypertonie. Bei über 90 Prozent der Betroffenen liegt eine primäre oder essenzielle Hypertonie vor. In diesen Fällen ist der Bluthochdruck selbst die Erkrankung. Wenn der Blutdruck so hoch ist, dass es zu einer akuten Schädigung des Körpers kommen kann, wird sofort mit einer blutdrucksenkenden Therapie begonnen.
Bei der sekundären Hypertonie hingegen ist der Bluthochdruck die Folge anderer Erkrankungen wie etwa der Nieren oder Nebennieren. Kann die zugrundeliegende Erkrankung erfolgreich behandelt werden, normalisieren sich meist auch die Blutdruckwerte.
Die genauen Mechanismen, die zur Entstehung einer primären oder essenziellen Hypertonie führen, sind nach wie vor nicht vollständig geklärt. Durch breit angelegte Studien ist aber bekannt, welche Faktoren die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen. Erbliche Veranlagung, Alter und Geschlecht spielen eine Rolle, können aber nicht beeinflusst werden. Sehr wohl beeinflussen können wir andere wichtige Faktoren, die das Risiko erhöhen:

Übergewicht (vor allem bauchbetont; sog. Apfeltyp)
Bewegungsmangel
dauerhafte Stressbelastung
Rauchen
hoher Salzkonsum

Warnzeichen für Bluthochdruck
Es gibt einige Alarmsignale, die auf Bluthochdruck hindeuten. Die ersten Anzeichen sind allerdings oft unklar und entwickeln sich schleichend, sodass sie für Betroffene schwer einzuordnen sind. Ein- und Durchschlafstörungen, ein unruhiger Schlaf sowie innere Unruhe und Kopfschmerzen können Auswirkungen eines erhöhten Blutdruckes sein. Probleme mit den Ohren (Ohrensausen, Geräusche im Ohr) sind ebenfalls mögliche Warnhinweise. Bei anhaltenden Warnzeichen Ihres Körpers sollten Sie zur Abklärung der Beschwerden Ihren Arzt/Ärztin aufsuchen!